Beim Infostand im Dezember zeigte der Ortsverein erneut Präsenz vor Ort und führte Gespräche rund um den Marktplatz.

Mit einem ersten Infostand am Gravensteiner Platz ist die SPD Eckenheim-Preungesheim in den Wahlkampf gestartet. Bei winterlichem Wetter, aber guter Stimmung haben wir unsere Themen vorgestellt, Anregungen aufgenommen und den offenen Austausch über die Zukunft unserer Stadtteile geführt. Der Gravensteiner Platz ist ein zentraler Treffpunkt und der Auftakt zeigt, wie wichtig der direkte Kontakt vor Ort ist.

Als Zeichen der Erinnerung an die Reichspogromnacht vom 9. November reinigten Ulli Nissen und Diane Hohmann den Stolperstein für Elisabeth Kersten. Durch das Polieren der Gedenksteine bleiben die Namen und Geschichten der Opfer sichtbar und lebendig im öffentlichen Raum.

Elisabeth Kersten wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie war die Tochter des aus Schlüchtern stammenden Theodor Kersten (Jahrgang 1887) und von Henriette, geborene Rumpf, die 1870 ebenfalls in Frankfurt geboren wurde. Der Vater lebte seit 1891 in Frankfurt und betrieb eine Buch- und Steindruckerei. 1920 zog die Familie von der Eckenheimer Landstraße 403 in das Haus Am Friedhof 1a.
Elisabeth, die Tochter, war geistig behindert und wurde in verschiedene Heilanstalten eingewiesen. Laut Mitteilung des Standesamtes Erbach ist Elisabeth Kersten am 20.04.1943 in der Landesheilanstalt Hadamar verstorben. Sie gehört zu den Opfern der sogenannten zweiten Mordphase in der Tötungsanstalt Hadamar, in der von August 1942 bis Kriegsende rund 4.500 Menschen – vor allem durch überdosierte Medikamente und gezielte Mangelernährung – ermordet wurden.
Der Stolperstein für Elisabeth Kersten wurde vom Heimverein Eckenheim initiiert.
Aus einem geplanten Fotoshooting am Gravensteiner Platz wurde, bedingt durch das Wetter und einige kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle, eine spontane Schnappschussrunde. Trotz dieser ungeplanten Änderungen hatte die kleine Gruppe der Beteiligten sichtlich Freude daran. So entstanden unterhaltsame Aufnahmen.


Beim Infostand auf dem Gravensteiner Platz informierten Dijana Avdic, stellvertretende Vorsitzende des Ortsverein und der KAV Frankfurt am Main, gemeinsam mit dem Mitglied des Unterbezirksvorstand Björn Steffen über die Politischen Ziele der SPD.
Parallel informierten sich der Stadtverordnete Abdenassar Gannoukh und der Ortsvereins Co-Vorsitzende Uwe Schweitzer bei einer ausgedehnten Stadtteilbegehung über Themen im Quartier.
Beim traditionellen Nachbarschaftsbrunch des Ortsvereins Nordost, den dieser gemeinsam mit dem Ortsverein Eckenheim-Preungesheim für die Bürger:innen des Frankfurter Nordostens veranstaltete, erwartete die Gäste ein schmackhaftes Büfett. In freundlicher und entspannter Atmosphäre bot sich reichlich Gelegenheit zum Austausch, zur Diskussion und zum Plaudern.
Oberbürgermeister Mike Josef ehrte nicht nur die Jubilare, sondern zeigte seine Bürgernähe in zahlreichen persönlichen Gesprächen.

Der Ortsverein hat sich eines immer wieder genannten Problems der Bürger:innen angenommen: Müll. Ein genauer Blick auf die Straßenränder und Grünflächen zeigt, dass diese Besorgnis berechtigt ist. Daher wurde in der Karl-Kirchner-Siedlung Müll gesammelt. Dabei soll es nicht bleiben. Die nächste Aktion ist am World Cleanup Day geplant.

Zum Schulauftakt hat der Ortsverein wie schon seit Jahren seine traditionelle Schulverteilungsaktion durchgeführt. Vor den Grundschulen des Doppelquartiers wurden den Schüler:innen alles Gute zum Schulstart gewünscht. Als Kleine Aufmerksamkeit gab es ein Pixibuch.

Zwischen 1934 und 1945 war das Strafgefängnis Frankfurt-Preungesheim eine der zentralen Hinrichtungsstätten im nationalsozialistischen Deutschland. Besonders die Sondergerichte aus den Oberlandesgerichtsbezirken Frankfurt, Kassel und Darmstadt nutzten die Anstalt für die Vollstreckung von Todesurteilen. Darüber hinaus wurden auch Verurteilte aus anderen Teilen des Reichs sowie vom berüchtigten Volksgerichtshof nach Preungesheim überstellt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum mehr als 500 Menschen dort hingerichtet. Allein zwischen 1941 und 1944 sind 262 Exekutionen nachweislich als politische Strafmaßnahmen erfolgt.
Heute erinnert ein Mahnmal auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main an die Opfer. Es wurde am 20. Juli 1962 eingeweiht. Zum Geburtstag versammelten sich Vertreter:innen des Ortsvereins zu einem Moment des Gedenkens.

Direkt hinter der Ortsbezirksgrenze liegt der Wohnwagenstandplatz Bonameser Straße. Die Geschichte dieser Wohngemeinschaft geht bis in die 50ziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Unterstützt werden die dort lebenden Mitbürger:innen durch die Gemeinwesenarbeit der Diakonie Frankfurt und Offenbach.
Unser Co-Vorsitzender Uwe Schweitzer nahm eine Einladung zum Besuch des Sommersfestes der Wohngemeinschaft gern an und konnte dabei gute Gespräche führen.
Zum jährlichen Sommerfest auf dem Gravensteiner Platz lud einmal mehr der Vereinsring Eckenheim-Preungesheim ein. Bei heißem Sommerwetter wurde verschiedenster Verzehr und insbesondere erfrischende Getränke an den Ständen der Vereine angeboten. Vertreter des Ortsverein traffen sich zu einem gemeinsamen Bummel über das „Festgelände“.
Die starke gemeinschaftliche Präsenz des SPD Ortsvereins in Preungesheim drückte sich auch durch die aktive Mitarbeit unseres Kinderbeauftragten Simon Kelly am Infostand für Gewaltprävention und die Gestaltung des Festposters durch unseren Co-Vorsitzenden Uwe Schweitzer aus.
